Der Jahresbericht

Kurz und umfassend informiert der Jahresbericht über Rettungseinsätze und Beteiligte sowie die damit verbundenen finanziellen Auswirkungen. Ganz bewusst wird dabei auf Interpretationen von Unfallmustern und das Veröffentlichen von Aussagen mit präventivem Charakter verzichtet. Denn die Alpine Rettung Schweiz leistet ihre Einsätze unabhängig davon, weshalb jemand in eine Notlage geraten ist – ganz nach der Devise «retten, nicht richten».

Das Jahr 2017

EDITORIAL
Zusammenarbeit ist die Basis der Bergrettung

Kontaktpflege und Erfahrungsaustausch sind in der Bergrettung unabdingbar. Das bestätigt jeder Einsatz aufs Neue. 2017 wurden unsere Leistungen 739-mal in Anspruch genommen, durchschnittlich 62-mal pro Monat. Die Einsätze verliefen gut, an allen waren eine oder mehrere Partnerorganisationen beteiligt. Voraussetzung dafür ist eine funktionierende regionale, nationale und internationale Zusammenarbeit. In der Schweiz koordiniert die ARS auf regionaler Ebene die Zusammenarbeit in den Rettungsstationen, sie unterstützt die Rettungsstationen auf nationaler Ebene administrativ und logistisch, und sie pflegt in der IKAR den internationalen Wissens- und Erfahrungstransfer. Mit meiner IKAR-Präsidentschaft sowie der Führung des ICAR Office in der Geschäftsstelle der ARS tragen wir massgeblich zum weltweiten Austausch unter den Bergrettungsorganisationen bei.

Während wir immer wieder feststellen, dass sich Einsatzmannschaften bestens verstehen und bestens zusammenarbeiten, sieht die Situation auf anderen hierarchischen Stufen oft weniger gut aus. Administrative Hürden, persönliche Ambitionen und Konkurrenzdenken beeinträchtigen nicht selten die Zusammenarbeit zum Wohle der Patienten.

Die ARS wurde durch die Rega und den Schweizer Alpen-Club SAC mit dem Ziel gegründet, dass verschiedenste Organisationen, Unternehmungen und Spezialisten Bergrettungseinsätze leisten können, ohne ihre Identität zu verlieren. Das lassen sich die Stifter einiges kosten. Dass sich diese grossen Investitionen auszahlen, zeigt der Leistungsausweis des vergangenen Jahres einmal mehr. Durch hervorragende Zusammenarbeit und dauernden Wissenstransfer haben wir unsere Leistungen auf höchstem Niveau und ohne grössere Zwischenfälle erbringen können. Dafür gebührt allen Beteiligten ein grosser Dank.

Als stossend erachten wir hingegen, dass kantonale Verwaltungen die bescheidenen Solidaritätsbeiträge infrage stellen, die zu entrichten die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren empfiehlt. Oder sogar mitten in einem Geschäftsjahr aus ihren Budgets streichen, so geschehen im Kanton Neuenburg im November 2017. Das ist umso befremdlicher, als die ARS und Rega Anfang 2017 ihre Inkassopraxis nach Sucheinsätzen zugunsten von Behörden und öffentlichen Institutionen geändert haben. Seither wurden bereits mehrere Einsätze abgeschrieben und nicht den kantonalen Amtsstellen in Rechnung gestellt.

Aber es gibt aus den Kantonen auch Positives zu berichten: Der Stiftungsrat freut sich ausserordentlich, dass sich mit dem Kanton Freiburg der erste Westschweizer Kanton entschieden hat, die Bergrettung mit einer Leistungsvereinbarung an die ARS zu delegieren.

Ich danke euch allen für den grossen Einsatz und euer künftiges Engagement für die Alpine Rettung Schweiz.

Franz Stämpfli
Präsident des Stiftungsrats

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