Kurzer Abriss der Alpinen Rettungsgeschichte

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Berge vor allem aus wissenschaftlichen Motiven bestiegen. Das änderte sich, als die Engländer den Alpinismus entdeckten: Bergsteigen wurde zum Sport. Die breite Bevölkerung – nicht nur in der Schweiz – lehnte dies aber ab und war gegenüber den Rettungen verunglückter Bergsteiger durch die öffentliche Hand negativ eingestellt. Deshalb begann der Schweizer Alpen-Club SAC 1901 ein clubinternes Rettungswesen aufzubauen. Er gründete Rettungsstationen – 1910 gab es bereits 49 Haupt- und sieben Nebenrettungsstationen –, bildete Retter aus, engagierte sich in der Prävention. Und legte weiterhin grossen Wert auf die Kameradenrettung.
Das Rettungswesen blieb jahrzehntelang eine clubinterne Sache, obwohl immer mehr Nichtmitglieder gerettet wurden. Dieser Umstand war einer der Hauptgründe, dass 2005 der SAC und die Rega die Stiftung Alpine Rettung Schweiz gründeten.

Geschichte der Lawinenhunde

Wann genau erstmals Hunde gezielt für die Suche von verschütteten Lawinenopfern ausgebildet wurden, lässt sich nicht mehr feststellen. Der legendäre Barry vom Hospiz auf dem Grossen St. Bernhard – er ist als Stopfpräparat im Naturhistorischen Museum erhalten – half mit, einige verschüttete Passgänger, die von Lawinen verschütten wurden, zu orten. Eine eigentliche, systematische Suchausbildung haben die Mönche allerdings nicht betrieben.