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Der Jahresbericht

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Kurz und umfassend informiert der Jahresbericht über Rettungseinsätze und Beteiligte sowie die damit verbundenen finanziellen Auswirkungen. Ganz bewusst wird dabei auf Interpretationen von Unfallmustern und das Veröffentlichen von Aussagen mit präventivem Charakter verzichtet. Denn die Alpine Rettung Schweiz leistet ihre Einsätze unabhängig davon, weshalb jemand in eine Notlage geraten ist – ganz nach der Devise «retten, nicht richten».

 

Jahresbericht 2021

EDITORIAL

Die digitale Transformation unterstützt unsere Prozesse

Anfang Jahr steckten wir mitten in einer weiteren Covid-19-Wintersaison. Unsere Rettungsstationen, Fachspezialistinnen und -spezialisten sowie First Responder haben erneut eindrücklich bewiesen, dass sie die Bergrettung und die notfallmedizinische Grundversorgung auch unter schwierigen Bedingungen aufrechterhalten können. Mit 1071 Rettungseinsätzen hat die Alpine Rettung Schweiz (ARS) eine noch nie dagewesene Anzahl Einsätze geleistet und das bisher einsatzstärkste Vorjahr um 72 Einsätze übertroffen. Erfreulich ist dabei, dass bereits 75 First-Responder-Einsätze gezählt wurden. Unsere grossen Investitionen in den Aufbau eines First-Responder-Dispositivs in verschiedenen Bergregionen zeigen Wirkung.

Für die Alpine Rettung Schweiz ist es wichtig, dass diese vielen Einsätze ohne grössere Unfälle unserer Rettungsleute und der involvierten Partner geleistet werden konnten. Es ist ein Beleg dafür, dass die Einsatzkräfte ihrer anspruchsvollen Tätigkeit dank guter Ausbildung, moderner Ausrüstung und seriöser Arbeit gewachsen sind. Auch wenn die Rettung gut funktioniert, sind Unfälle und schlimme Ereignisse für die Betroffenen und ihre Angehörigen mit Schmerz und Leid verbunden. Deshalb müssen wir alles daransetzen, sie zu vermeiden und die Folgen zu mildern. Mit der Bergnotfallstatistik des SAC haben wir ein Instrument, mit dem sich Notfälle nicht nur erfassen, sondern auch analysieren lassen. Sie zeigt, welches Verhalten der Menschen Vorfälle verursacht, wo die Prävention ansetzen kann und wie wir unsere Einsatztätigkeit verbessern können.

«Not macht erfinderisch», sagt das Sprichwort, und vom griechischen Philosophen Heraklit stammt der Satz: «Nichts ist so beständig wie der Wandel». Die beiden Weisheiten könnten als Motto dienen für die grossen Investitionen in die digitale Transformation unserer Infrastrukturen. Die pandemiebedingten, behördlich angeordneten Einschränkungen und Vorgaben haben uns gezwungen, diverse IT-Projekte beschleunigt voranzutreiben. Sie reichen vom Aufgebot und von der Einsatzkommunikation über die Verwaltung von Kursen und Ausbildungsnachweisen bis zur Logistik und zur internen Kommunikation im Extranet. Wahrlich eine Herkulesaufgabe! Die Projekte erfordern viel technisches Know-how und Koordination, und sie müssen alle mehrsprachig umgesetzt werden. Das ist nur dank enger Zusammenarbeit mit den Stifterorganisationen, aber auch dank allen beteiligten Retterinnen und Rettern möglich.

Die Stifterorganisationen SAC und Rega sind überzeugt, dass die Alpine Rettung Schweiz damit für die Zukunft gut gerüstet ist. Gleichzeitig werden in den nächsten Jahren weitere Investitionen in diese Projekte auf uns zukommen. Der Stiftungsrat will jedoch keineswegs die gesamten Arbeitbereiche der Retterinnen und Retter digitalisieren, sondern nur die Infrastrukturen, die deren praktische Arbeit in der Ausbildung und im Einsatz unterstützen. Als oberstes Aufsichtsgremium begleitet der breit abgestützte Stiftungsrat diese Entwicklungen und unterstützt die Geschäftsleitung bei ihrer herausfordernden Arbeit.

2021 hat sich unser Stiftungsrat teilweise erneuert: Unsere langjährige Vizepräsidentin Françoise Jaquet hat ihr Amt als Zentralpräsidentin des SAC abgegeben und ist deshalb auch aus dem Stiftungsrat der Alpinen Rettung Schweiz ausgetreten. Der SAC-Vertreter Raphaël Gingins hat unser Gremium infolge Amtszeitbeschränkung verlassen. Der SAC-Zentralvorstand hat seinen neuen Zentralpräsidenten Stefan Goerre aus Olten (SO) als Vizepräsidenten des Stiftungsrats und Olivier Flechtner aus Schmitten (FR) als neues Mitglied des Stiftungsrats gewählt. Ich wünsche beiden viel Erfolg in ihren neuen Funktionen in der Alpinen Rettung Schweiz.

Ich danke euch allen für den grossen Einsatz und für euer künftiges Engagement für die Alpine Rettung Schweiz.

Franz Stämpfli
Präsident des Stiftungsrats

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