Jahresbericht 2025 online
Aus dem Vorwort des Präsidenten
Die Alpine Rettung Bern blickt erneut auf ein sehr intensives Rettungsjahr zurück. Mit 315 Einsätzen, das erste Mal über 300, übertrafen wir das Mittel der letzten 10 Jahre von 228 Einsätzen bei weitem. Aber nicht nur dies, eine Rekordanzahl von 794 Retterinnen und Retter standen im Einsatz. Sie kamen dabei 399 Personen in alpinen und unwegsamen Geländen zu Hilfe. Der Aufwärtstrend der Ereignisse setzt sich vor, ich bin dankbar, dass dabei die Sicherheit aller Beteiligten zuoberst steht.
Entwickeln – Austauschen – Verknüpfen – Zusammenwachsen
Am 10. Juni 2025 durfte eine Delegation der ARBE ein einstimmiges Resultat zur neuen Leistungsvereinbarung im Grossen Rat des Kanton Bern miterleben. Ein starker Beweis, dass unsere ehrenamtliche Arbeit sehr geschätzt wird, unverzichtbar ist und viel Vertrauen in unsere Organisation besteht. Dieser Abstimmung voraus gingen Beschlüsse im Regierungsrat und der Sicherheitskommission des Kantons. Der Inhalt der Leistungsvereinbarung bis ins Jahr 2030, unser erweiterter Aufgabenbereich und die daraus hervorkommenden Initiativen entstanden aus etlichen Besprechungen mit verschiedenen Führungsvertretern der Kantonspolizei sowie deren Fachstellen. Das uns entgegengebrachte Vertrauen und die vertiefte Integration der Alpinen Rettung schätzen wir sehr. Wichtig ist nun, dass wir als ganzheitliche Organisation darauf aufbauen und uns dementsprechend strukturieren und weiterentwickeln.
Mit dem Einbezug in die kantonalen Einsatzführungskurse (EFÜ) werden Verantwortliche der Berner Rettungsstationen im Führungsrhythmus und strukturellen Bewältigung bei Grossereignissen geschult. Für das kommunikative Verknüpfen erhalten die Berner Rettungsstationen je zwei Polycom Funkgeräte. Die ARBE Fliesswasserspezialisten unterstützen neu bei Rettungen, Bergungen und Suchaktionen in Fliessgewässern und schwer zugänglichen Gewässern.
Begleitend zur Ausarbeitung der Leistungsvereinbarung sowie für das vertiefte Zusammenwachsen mit dem Auftraggeber und den Partnerorganisationen durfte die ARBE bei der höheren Kaderstufe der Kantonspolizei, bei den Dienstchefs der kantonalen Einsatzzentralen sowie bei den Fachstellen für Gebirgspolizei, Gewässerpolizei, Katastrophenmanagement und koordinierter Sanitätsdienst vorstellig werden. Seit dem Juli 2025 ist die ARBE zudem zweimal pro Jahr im Kalender der Polizeischule Ittigen mit einem Inputreferat. Fortsetzung der Verknüpfung folgt.
Dank
Ohne die Unterstützung vieler, kann die Alpine Rettung Bern ihre Aufgabe nicht bewältigen. Grosse Wertschätzung verdienen alle unsere Rettungskräfte, Fachspezialisten und Kurskader, welche mit Weitsicht und Kompetenz handeln. Ein spezielles Merci richte ich in diesem Jahr an die Rettungschefs und Rettungsobmänner der ARBE welche als Führungskräfte nun auch als starke ARBE-Mannschaft zusammenwachsen und mit viel Engagement ihre lokalen Teams leiten.
Unserem Auftraggeber, der Sicherheitsdirektion des Kanton Bern sowie dem gesamten Grossrat danken wir herzlich für das uns entgegengebrachte Vertrauen. Wir freuen uns auf die Umsetzung der neuen Leistungsvereinbarung.
Wir sind dankbar für die Zusammenarbeit mit der Alpinen Rettung Schweiz, unseren Mitgliedern, den Partnerorganisationen Rega, Air-Glaciers, die Berufsfeuerwehren Bern und Basel sowie der gesamten Kantonspolizei Bern.
Unser wichtigstes Gut ist unsere Ehrenamtlichkeit mit seiner tiefen inneren Kraft. Diese ist unser aller Antrieb, um die uns gemeinsam gestellte Aufgabe erfolgreich zu meistern. Auf allen Ebenen gilt es dazu grösste Sorge zu tragen, zusammenzuwachsen und unser Gut wertzuschätzen – vielen herzlichen Dank!
Ralph Näf, Grindelwald
Präsident ARBE


